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Kabelbinder, Knoten und deren Nutzen bei Kabeln

Durchgezogen, festgezogen und abgeschnitten. So schnell und einfach können sie mit einem Kabelbinder in ihrem "Kabelsalat" für Ordnung sorgen. Und wenn es etwas mehr sein soll, dann probieren sie es doch einmal mit den von uns vorgestellten Knoten.

Hier geht es um die Anwendungen,
dazu zählen
Knoten: Die einzelnen Elemente der Knoten wie

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Der Kabelbinder

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Abb. 1a: Aufbau eines Kabelbinders
Die Kabelbinder werden, wie der Name schon sagt, vor allem beim Bündeln von Kabeln verwendet.
  • Ihre Vorteile sind u.a. effektiveres und schnelleres Binden, gegenüber von Knoten, damit spart man Zeit und Geld.
  • Nachteil ist kein Austausch bzw. Hinzufügen von Kabeln möglich, ohne Zerstörung (Zerschneiden) des Kabelbinders.

Der Kabelbinder ist wie folgt aufgebaut. Er besteht aus dem Kopf (2) mit der darin liegenden Zunge und dem Streifen (1) mit der angebrachten Bandverzahnung.

Montage

  1. Schritt:
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    Abb. 1b: Kopf des Kabelbinders
    Sie nehmen den Kabelbinder und legen ihn so um das Bündel,
    dass sein Kopf vom Bündel weg zeigt. Siehe b) in Abb. 1b.
  2. Schritt:
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    Abb. 1c: Richtung d. Streifen
    Danach müssen Sie den Streifen, siehe a) in Abb. 1c, auf dessen Innenseite sich eine Bandverzahnung befindet, durch den Kopf über die darin liegende Zunge schieben.
  3. Schritt:
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    Abb. 1d: Festziehen des Kabelbinders
    Dann müssen Sie den Kabelbinder nur noch festziehen und
    vermeiden so von vornherein ein wirres Durcheinander der Kabel. Siehe das Ergebnis in Abb. 1d.

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Kabelbund mit Bauchbinde und Auge zum aufhängen

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Abb. 17e: Fertiger Knoten
Nutzen:
  • hält zusammen
  • Sie können ihn an einen Haken hängen
  • nimmt wenig Platz ein
Einsatzgebiete: Der Umfang des Schenkels des Kabelbundes, wo im 3. Schritt der Halbe Schlag gemacht wird, muss größer sein als der minimale Biegeradius des Kabels. I.d.R. ist das gegeben, wenn das Kabel mindestens 4 Mal aufgewickelt wurde.

Montage

Wie geht man dabei vor?
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    Abb. 17a: Halbierung des Kabels
    Schritt: Sie nehmen beide sichtbaren Enden des Kabels und legen sie zusammen, sodass sich die Kabellänge halbiert.
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    Abb. 17b: Bündel Wicklung
    Schritt: Danach nehmen Sie nun die 2 Enden und halten sie fest und wickeln das Kabel zu einem Kabelbund zusammen. Hier lassen Sie aber noch ein Stück Kabel übrig, sodass es mindestens noch 3 Mal um das Kabelbund passt.
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    Abb. 17c: Halber Schlag
    Schritt: Das übrig gebliebene Kabel wickeln Sie nun einmal durch das Kabelbund, sodass die sichtbaren Kabelenden so kurz wie möglich sind. Dann machen Sie einen halben Schlag (unten durch), damit die Kabelenden nicht wegrutschen.
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    Abb. 17d: Bauchbinde anlegen
    Schritt: Sie wickeln nun den Rest des Kabels um den ganzen Kabelbund, zu einer Bauchbinde, bis nur noch genug Kabel übrig ist für die Kabelschlinge.
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    Abb. 17e: Schlaufe des Kabels hindurch schieben
    Schritt: Restliche Kabel als Schlaufe durch die Mitte des Kabelbündels stecken und hindurch ziehen.
Was man mit Kabeln machen kann, geht genauso gut auch mit Seilen!

Demontage

Diese erfolgt in genau umgekehrter Reihenfolge und hat auch die entsprechenden Effekte!

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Das Kabel-Horn

Der große Vorteil von der Aufwickeltechnik in Form eines Kabel−Horn's ist, dass das Kabel ohne zusätzliches Material, sofort verkürzt und es schnell wieder auf seine volle Länge entrollt werden kann.

Montage

Wie geht man dabei vor?
  1. Schritt:
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    Abb. 1a: Anfang und Ende suchen
    Anfang und Ende suchen, und dazwischen alle Knoten entfernen
  2. Schritt:
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    Abb. 18b: Doppeltes Legen des Kabels
    Halbieren der Kabellänge durch doppeltes Legen ab dem erst möglichen Schnittpunkt des Kabels. D.h. dort wo sich das Kabel was an zwei Seiten befestigt ist, das erste Mal berühren könnte.
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Abb. 18: Aufwickeltechnik Kabel-Horn
An der Schlaufe am Ende kann das Kabel−Horn aufgehängt werde.
  1. Schritt:
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    Abb. 18c: In Windungen aufwickeln
    Hier wird wie bei einem kreisrundem Waldhorn das Kabel in kreisförmigen Windungen aufgewickelt, bis nur noch eine Länge für das 2-4 Mal herum wickeln übrig ist.
  2. Schritt:
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    Abb. 18d: Durch die Mitte 2-4 Mal herum wickeln und die Schlaufe nach Außen ziehen.
    Die Enden werden 2-4 Mal durch die Mitte um die Windungen herum geschlungen und die Schlaufe des Doppelkabels wie ein Mundstück nach draußen gezogen. Durch dieses herum wickeln werden die kreisförmigen Windungen fixieren.
Was man mit Kabeln machen kann, geht genauso gut auch mit Seilen!

Demontage

Zur Auflösung des Kabel−Horns wird die Schlaufe durch die Mitte des Kabel−Horn und dessen folgende 2-4 Mal herum gewickelten Doppelkabel zurück geschoben. Ist das geschehen, hält man die Schlaufe fest und lässt das Kabelhorn fallen. Dieses entwirrt sich selbständig. Praktisch!

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Die Kabeltrompete

Bei einer Kabeltrompete wird durch die Windungen, dass Kabel auf die gewünschte Länge gekürzt. Aber im Gegensatz zur Trompete, wird hier ein Bindedraht in der Mitte zur Befestigung angebracht. Und wenn später eine andere Länge benötigt wird, kann man durch Hinzufügen bzw. Entnehmen von Windungen die Länge variabel einstellen.

Diese Windungen (Abb. 3b.) sollten sauber gelegt sein, um ein problemloses Entnehmen von Schlaufen zum Verlängern des Kabels zu ermöglichen.
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Abb. 3a: Steckernetzteil in der Steckdose
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Abb. 3b: Kabeltrompete beim Gerät
Außerdem ist die Kabel-trompete in der Nähe vom Gerät und nicht bei der Dose (Abb. 3a.) zu befestigen, da i.d.R. das Gerät den Ort verändern kann und die Steckdose nicht.

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Der Kabelbaum

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Abb. 2: Kabelbaum bestehend aus einem Startknoten,
halben Schlägen und dem Abschlussknoten
Der Kabelbaum wird verwendet um für Ordnung, Klarheit und Übersichtlichkeit bei einer großen Kabelansammlung zu sorgen, das bedeutet er ist vor allem in der EDV-Branche von großem Vorteil. Dadurch gewinnen sie wertvollen Platz, den sie ohne Kabelbaum verschenken würden.
Er besteht aus einem Startknoten, einer variablen Anzahl von halben Schlägen und einem Abschlussknoten.

Montage

  1. Schritt:
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    Abb. 2a: 1. Teilelement = Kabelbaumabschlussknoten
    Sie nehmen die Kabel welche sie bündeln wollen und
    befestigen den Kabelbaumstartknoten so straff wie möglich um das Bündel (Abb. 2a).
  2. Schritt:
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    Abb. 2b: 2. Teilelement = halbe Schläge
    Jetzt nehmen sie das lose (lange) Ende und
    legen mehrere halbe Schläge um das Kabelbündel (Abb. 2b).
  3. Schritt:
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    Abb. 2c: 3. Teilelement Kabelbaumabschlussknoten
    Danach nehmen sie das lose Ende des Seils und
    formen Sie hintereinander zwei solcher Kabelbaumabschlussknoten,
    damit sich die halben Schläge nicht wieder lösen (Abb. 2c).

Der Kabelbaumstartknoten

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Abb. 16: Kabelbaumstartknoten
Dieser Knoten hat nur ein loses Ende. Er lässt sich straff ziehen, lockert sich aber nicht von allein. Damit können wir die Kabel bei dem Kabelbaum beginnen zu bündeln. Beim nachfolgenden Setzen der "Halben Schläge" löst sich dadurch das Kabelbündel nicht wieder auf und wir haben Zeit, um in Ruhe diese zu positionieren, fest zu ziehen und abzuschließen.
Dazu benötigen wir auch keine dritte Hand.

Montage

  1. Schritt:
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    Abb. 16a: Bucht legen
    Sie nehmen ein Seil und legen damit eine Bucht. (Abb. 16a).

  2. Schritt:
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    Abb. 16b: Losen Enden durch die Bucht
    Dann nehmen Sie die zwei losen Enden und schieben diese durch die gelegte Bucht. Danach legen Sie die zwei losen Enden unter das Bündel, welches zusammen gehalten werden soll. (Abb. 16b).

  3. Schritt:
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    Abb. 16c: Enden durch das Auge schieben
    Jetzt müssen sie die losen Enden nehmen, über das Bündel legen und durch das vorhandene Auge schieben und festziehen.

Der Kabelbaumabschlussknoten

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Abb. 14: Kabelbaumabschlussknoten
Dies ist ein weiterer Teilknoten des Kabelbaumes und er
trägt zu dessen Stabilisierung bei.
Zusätzlich wird dadurch auch das Auflösen der
halben Schläge verhindert.

Montage

  1. Schritt:
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    Abb. 14a: Überhandtörn
    Sie legen ein Teil des Seils längs an die Kabel und formen mit dem losen Ende einen Überhandtörn, welcher sich oberhalb des Gutes 
    (z. B. ein Kabelbündel) befindet (Abb. 14a).

  2. Schritt:
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    Abb. 14b: Herum legen
    Dann nehmen Sie das lose Ende des Seils und legen es einmal ganz um das Gut herum. (Abb. 14b).

  3. Schritt:
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    Abb. 14c: Festziehen (dicht holen)
    Jetzt müssen sie das lose Ende des Seils nehmen und von oben durch das Auge schieben und festziehen (dicht holen).

Edit v1.030 from 2007-10-19 to 2009-02-17 by SSc

Der Bergsteigerring

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Abb. 12: Anwendung des Bergsteigerringes
Der Bergsteigerring sorgt dafür, dass das Bündel, z. B. Kabel
zusammengehalten wird und stabil ist.

Montage

  1. Schritt:
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    Abb. 12a: Die Bucht
    Sie nehmen ein Seil und formen damit eine Bucht.

  2. Schritt:
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    Abb. 12b: Das stehende Auge
    Dann nehmen sie das stehende (kurze) Ende und wickeln es mehrmals um die Bucht (von unten nach oben), so das am Ende nur noch das Auge zu sehen ist.

  3. Schritt:
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    Abb. 12c: Ergebnis
    Danach müssen Sie das stehende (kurze) Ende nur noch durch das Auge schieben und fertig ist der Bergsteigerring.

Edit v1.040 from 2007-10-19 to 2009-03-10 by SSc

Der Konstriktorknoten

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Abb. 13: Anwendung des Konstriktorknotens
Der Konstriktorknoten ist ein Bindeknoten.
Er kann unter anderem zum Verleimen von Holzteilen verwendet werden,
wenn gerade kein Schraubstock in der Nähe ist.

Montage

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Abb. 13c: 3. Schritt
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Abb. 13b: 2. Schritt
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Abb. 13a: 2 Schläge über Kreuz
  1. Schritt: Sie nehmen das lange Ende des Seils und legen zwei halbe Schläge kreuzweise um die Kabel.
  2. Schritt: Dann nehmen sie das Ende des zweiten halben Schlages und schieben es unter dem Ersten durch.
  3. Schritt: Jetzt müssen sie den Knoten nur noch straff ziehen.

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Die Trompete

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Abb. 15: Anwendung der Trompete
Die Trompete eignet sich für das Verkürzen von Seil. Sie kann aber auch eine beschädigte Stelle entlasten, bis diese ausgetauscht wird. So dass die anderen Seilwindungen die Last des defekten Seilstücks erst einmal mit tragen.
Bei der Trompete wird durch Windungen das Seil auf die gewünschte Länge gekürzt. Und wenn später eine andere Länge benötigt wird, kann man durch Hinzufügen bzw. Entnehmen von Windungen die Länge variabel einstellen.

Montage

  1. Schritt:
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    Abb. 15a: Legen der Windung(en)
    Sie nehmen den Strick und legen eine oder mehrere Windungen.

  2. Schritt:
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    Abb. 15b: Törn legen
    Dann nehmen sie erst das eine Ende des Seils und legen damit einen Törn um die Windung(en), so dass das lose Ende nach innen zeigt. Danach machen Sie das selbe mit dem zweiten Ende des Seils.

  3. Schritt:
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    Abb. 15c: Fest ziehen
    Jetzt ziehen sie die Törns fest und und schon haben sie eine Trompete.

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Grundelemente von den Knoten

Das Auge

Das Auge ist im Gegensatz zu einer Bucht durch einen Knoten geschlossen.
Es gibt zwei Sorten, einmal das bewegliche A., auch laufendes A. genannt, und das feststehende A., wo sich die Größe nicht ändern lässt.

Das feststehende Auge
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    Abb. 10d: stehendes Auge
    Beim stehenden Auge wird durch einen Knoten dafür gesorgt, dass man das lange Ende nicht verschieben kann und so die Größe fest ist.


Das bewegliche (laufende) Auge
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    Abb. 10e: bewegliches Auge
    Im Gegensatz zum stehenden Auge wird durch einen Knoten dafür gesorgt, dass man das lange Ende verschieben kann und so die Größe des Auges variabel einstellbar ist.


Die Bucht

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Abb. 10a: Bucht
Ist ein u-förmig verlaufendes Seil. Wie bei einer Bucht am Meer wo ein Schiff rein und raus fahren kann. Das heißt die Bucht ist offen.


Der halbe Schlag

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Abb. 11: Anwendung des Halben Schlages
Der halbe Schlag dient zum Beispiel beim Kabelbaum zur Fixierung des Kabelbündels. Es gibt zwei verschiedene Arten von halben Schlägen, den Überhand- und Unterhandschlag.

Montage

  1. Schritt:
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    Abb. 11a: Anlegen
    Sie nehmen das Seil und legen es an dem Gut an (z. B. ein Kabel) und dann wickeln sie es von oben oder unten einmal um das Gut.

  2. Schritt:
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    Abb. 11b: Fixieren
    Dann nehmen sie das lose Ende und schieben es da runter, wo sie es angelegt haben.

  3. Schritt:
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    Abb. 11c: Ordnen und Festziehen
    Dann müssen sie das Seil nur noch festziehen
    und schon haben sie einen halben Schlag.

Die Törns

Der Unterhandtörn
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    Abb. 10b: Unterhandtörn
    Wenn Sie das lose (kurze) Ende unter das stehende (lange) Ende legen, haben Sie einen Törn unter der Hand.


Der Überhandtörn
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    Abb. 10c: Überhandtörn
    Befindet sich das stehende (lange) Ende unter dem losen (kurzen) Ende,
    haben sie einen Törn über der Hand.