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Der Messschieber

Der Messschieber ist ein Instrument zum Messen von Längen mit einer Genauigkeit von ±1/10 mm.

Mit Ihm kann man durchführen. Der gezeigte Aufbau mit Messskala und Nonius soll Ihnen helfen das Messverfahren zu verstehen.

Messungen

Jetzt kommen wir zur Praxis. An einer Nuss und einem Schreibtischset wurden die Messungen durchgeführt.

Außendurchmesser

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Abb. 1a: Der Außendurchmesser
Um den Außendurchmesser eines Gegenstandes zu erfassen, muss es zwischen die Außenmessungsschenkel gespannt sein. Nicht zu sehr spannen, sonst verformt sich das Objekt bzw. der Messschieber und wir erhalten ungenaue Messwerte.
Nun lesen wir dass Messergebnis wie oben beschriebe von dem Nonius ab. In diesem Fall sind es 45,5 mm.

Innendurchmesser

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Abb. 1b: Der Außendurchmesser
Für die Innendurchmesser Messung nehmen wir das Innenmessschenkelpaar und spannen es in das Innere eines Messgegenstandes und lesen den Messwert wie oben beschrieben vom Nonius ab.

Tiefenmessung

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Abb. 1c: Tiefenmessung
Bei der Tiefenmessung wird der Tiefenmessstrang so weit ausgefahren, dass das Ende auf dem Boden des zu messenden Gegenstandes aufliegt. Das Ende des Messschiebers muss auf dem Eingang liegen und der Messwert wird wie oben beschrieben abgelesen. In diesem Fall 65,4 mm.

Der Aufbau

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Abb. 1d: Aufbau Messschieber
Das anwendbare Messinterwall geht modellabhängig bis zu 200 mm. Es besteht aus
  • den Außenmessschenkeln;
  • den Innenmessschenkeln;
  • einem Tiefenmessstrang;
  • der Messskala und
  • dem Nonius.
Auf dem Nonius befinden sich noch zwei Hilfsmittel. Das erste ist die Führungsschraube. Diese dient zur genauen Bewegung der Messschenkel und wird mit dem Daumen geführt. Das zweite Hilfsmittel ist die Feststellschraube. Mit dieser regelt man die Laufleichtigkeit. Wenn man die Schraube noch weiter zudreht, wird das bewegen der Messschenkel schwerer. Dies verhindert, dass die Messschenkel sich während der Messung verziehen.

Messskala und Nonius

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Abb. 1e: Nonius
Den gesuchten Messwert kann man von der Messskala mit Hilfe des Nonius ablesen. Hierzu spannt man ein Messgegenstand in einen der Messschenkelpaare oder unter den Tiefenmessstrang.
Auf dem Nonius erkennen wir elf Strichmarkierungen. Links von dem ersten Strich können wir die ganzen Millimeter auf der Messskala ablesen. In diesem Bild sind das 21mm.

Nun kommen wir zu den Zehntelmilimeter. Wir suchen die Stelle, an dem ein Strich auf dem Nonius mit einem Strich auf der Messskala genau zusammenfällt. Auf dem Bild ist diese Stelle bei dem neunten Strich auf dem Nonius zu erkennen.
Die ganzen Millimeter und die Nachkommastelle müssen wir addieren und bekommen das Messergebnis. In diesem Fall 21,9mm.
Die jeweiligen Einsatzfälle, haben wir oben je einmal vorgestellt. Viel Erfolg!