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VGA-Anschluss

Hier erfahren Sie, welche Arten von Anschlüßen (Stecker, Buchse, Kabel) es bei VGA gibt, was ein Anschluss alles kann und warum das so ist. Dazu gehört der Video Graphics Array mit seinen Standards inklusive seiner Pinbelegung.

Belegung der Anschluß-Pins und der Kabel

Die PIN-Belegung (/117/ S. 143: Pinbelegung VGA 9polig und 15polig/D-Sub …) für HGC, CGA, EGA und VGA, falls Bedarf besteht diese auszumessen.

Tabelle 02: Pinbelegung VGA 9polig/D-Sub Buchse für HGC, CGA und EGA.
vga09a.jpg
Abb. 09a: VGA-Buchse 9polig
Pin Belegung
HGC, monochrom CGA, digital EGA, digital
1 0 V 0 V 0 V
2 0 V 0 V rot
3 frei rot rot
4 frei grün grün
5 frei blau blau
6 Intensität Intensität grün
7 Video frei blau
8 horizontale Synchronisierung horizontale Synchronisierung horizontale Synchronisierung
9 vertikale Synchronisierung vertikale Synchronisierung vertikale Synchronisierung

Tabelle 03: Pinbelegung VGA 15polig/D-Sub Buchse für VGA (analog)
vga15a.jpg
Abb. 15a: VGA-Buchse 15polig
Pin Belegung Pin Belegung
1 rot 9 Codierung
2 grün 10 Synchronisierung Rücklauf
3 blau 11 Monitor-ID0*
4 Monitor-ID2* 12 Monitor-ID1* / SDA**
5 frei 13 horizontale Synchronisierung
6 rot Rücklauf 14 vertikale Synchronisierung
7 grün Rücklauf 15 frei / SCL**
8 blau Rücklauf  

* = Monitor-Identifizierungsbit
** = bei neueren Modellen

Computergrafikstandard VGA

Der VGA-Anschluss stellt einen der Anschluß-Standard bei PC-Grafikkarten dar, es ist aber an den meisten jetzigen Grafikkarten schon der DVI-Anschluss für TFT-Monitore mit intergriert. VGA-Karten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Auch bei der Auflösung, Farbtiefe und Pixelanzahl gibts Unterschiede. Jedoch sind alle nach VGA entwickelten Standards Abwärtskompatibel. In der folgenden Tabelle findet man eine Übersicht der Grafikstandards (nicht alle) für Computersysteme. Dabei ist aber zu beachten, das alle Standards nach VGA in der Tabelle auf den VGA-Standard aufbauen. Sie alle verwenden aber die VGA-Schnittstelle. Die Auflösungen in Klammern sind Bezugswerte, um sie mit anderen Standards vergleichen zu können.

Tabelle 01: Computergrafikstandard VGA
Bezeichnung Bedeutung Auflösung
  Seitenverhältnis  
Information
MDA Monochrome Display Adapter 720x350
4:3
Diese Karte kann nur ein momochromes Signal an den Monitor senden.
Abhängig vom verwendeten Bildschirm ist dies grün/schwarz, amber/schwarz oder weiß/schwarz. zudem kann sie nur Textmodus (80 x 25) betrieben werden. MDA-Steckkarten für XT-kompatible PCs sind die Vorläufer der heutigen Grafikkarten.
TIGA Texas Instruments Graphics Architecture variabel
4:3
Solche Karten arbeiten mit speziellen Grafikprozessoren die von der Firma Texas Instruments entwickelt wurden. Die Karten beinhalten Programmspeicher mit einem kompletten Karten-Betriebssystem, sie werden vornehmlich im CAD und DTP-Bereich eingesetzt.
HGC Hercules Graphic Card 720x348
4:3
Die Herculeskarte ist Text- (80x25) und Grafikfähig.
Die Darstellung erfolgt monochrom.
CGA Color Graphics Adapter 320x200
16:10
Diese Karte beherrscht den Textmodus (40x25 & 80x25) und den Grafikmodus.
Der Grafikmodus arbeitet monochrom mit einer Auflösung von 640x200 Pixel. Mit einer Auflösung von 320 x 200 sind 4 Farben und bei einer Auflösung von 160x200 sind sogar 16 Farben darstellbar.
EGA Enhanced Graphics Adapter 640x350
4:3
Die EGA-Karte kann im Textmodus (80 x 25 oder 80 x 44) und im Grafikmodus arbeiten. Sie liefert ein monochromes oder ein maximal 16-farbiges Bild.
Sie kann bis auf TIGA die oben aufgeführten Grafikstandards emulieren.
VGA Video Graphic Array variabel (640x480)
4:3
VGA wird heutzutage hauptsächlich verwendet, bzw. Jede Grafikkarte, die man heute kauft unterstützt VGA. VGA-Karten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen (siehe unten).
QVGA Quarter Video Graphic Array 320x240
4:3
QVGA stellt ein Viertel von VGA dar. Dieser Standard findet Verwendung in mobilen Geräten und in Geräten, die nur ein kleines Display haben.
SVGA Super Video Graphic Array variabel (800x600)
4:3
Mit SVGA beschrieb man damals Grafikkarten, die mehr konnten, als VGA selbst definierte. Grafikkarten durften sich nur SVGA nennen, wenn sie die Auflösungen 800x600, 1024x768 und 1280x1024 unterstützten.
XGA eXtended Graphics Array variabel (1024x768)
4:3
XGA beschreibt VESA 2.0, steht auch für 1024x768 und alle bisher gefolgten Standards bauen auf XGA auf.
WXGA Wide eXtended Graphics Array variabel (1280x768)
5:3
WXGA ist XGA für Breitbildschirme im 5:3 bzw. 15:9 Format.
SXGA Super eXtended Graphics Array variabel (1280x1024)
5:4
Auch als VESA 1280 bekannt.
WSXGA Wide Super eXtended Graphics Array variabel (1600x900)
16:9
WSXGA ist das erste echte Kinobreitbildformat für Grafikkarten.
SXGA+ Super eXtended Graphics Array + variabel (1400x1050)
4:3
SXGA+ entspricht XGA mit doppelter Anzahl von Pixeln.
WSXGA+ Wide Super eXtended Graphics Array + variabel (1680x1050)
16:10
Die Breitbildvariante von SXGA+ und damit auch das erste echte 16:10-Format
UXGA Ultra eXtended Graphics Array variabel (1600x1200)
4:3
Auch als VESA 1060 bekannt. (Ultrahochauflösend)
WUXGA Wide Ultra eXtended Graphics Array variabel (1920x1200)
16:10
UXGA für Breitbildschirme.
SUXGA/QXGA Super Ultra eXtended Graphics Array variabel (2048x1536)
4:3
SUXGA entspricht die vierfache Pixelanzahl von XGA. Deswegen ist es auch unter QXGA bekannt, was für Quad-XGA steht.
QUXGA Quad Ultra eXtended Graphics Array variabel (3200x2400)
4:3
QUXGA hat 4x so viele Pixel wie UXGA und hat bis auf den medizinischen Bereich kaum Anwendung.
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